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Es war einmal...

Unser damaliges Waldschulzimmer

...eine wunderbare Rasselbande.

Eine kleine Geschichte

Das Projekt Waldschulzimmer ist lange her. Die Jugendlichen von damals sind heute erwachsen. Warum ich dennoch davon erzähle? Weil diese Erfahrung meine Arbeit bis heute prägt.

Viel Spass beim Lesen.

Das Ganze begann mit einer Frage: Was geschieht, wenn ich Jugendlichen Verantwortung übergebe? Wenn ich ihnen etwas zutraue – und Sinn nicht erkläre, sondern erlebbar mache?

Damals arbeitete ich mit einer lebendigen, energiegeladenen Mischklasse von 11- bis 15-Jährigen. Ich suchte nach Möglichkeiten, die Stärken dieser Jugendlichen zu fördern – Stärken, die oft mehr im Tun als am Schulpult lagen. Ich weiss noch genau, wie wir alle dort auf der Lichtung am Boden sassen und beschlossen, mitten im Wald unser eigenes Schulzimmer zu bauen.

 

Eine Feuerstelle entstand. Ein Unterstand für Holz. Ein Dach gegen den Regen. Ein Toilettenhäuschen. Muffins wurden gebacken und im Dorf verkauft, um Material zu finanzieren. Sitzbänke wurden gebaut – vom Anruf beim Förster über das Fällen einer Tanne bis zum abenteuerlichen Transport zu unserem Waldstück.

 

Die Jugendlichen erlebten, dass ihr Handeln Wirkung hat. Dass ihre Ideen zählen. Dass sie gebraucht werden. Den Weg zum Ziel kannte ich oft genauso wenig wie sie. Und ich durfte erleben, wie ihre Selbstwirksamkeit wuchs – und mit ihr Selbstvertrauen. Ein Nachmittag pro Woche fand der Unterricht fortan im Wald statt. Was mich dabei besonders berührte: Immer wieder entdeckte ich neue Seiten und verborgene Stärken meiner Jugendlichen.

​​Diese Jugendlichen sind inzwischen erwachsen. Das Projekt Waldschulzimmer liegt sieben Jahre zurück und wird heute von anderen Lehrpersonen weitergeführt. Die Erinnerung daran prägt meine Arbeit bis heute. Sie erinnert mich daran, wie viel möglich wird, wenn wir Jugendlichen zutrauen, Verantwortung zu übernehmen und ihnen auf Augenhöhe begegnen.

Handlungsorientiertes Lernen im Zyklus 2 und 3

Dieses Projekt aus dem Zyklus zwei 2 und 3 verdeutlicht, wie kompetenzorientiertes Lernen im realen Kontext wirkt. Planung, Aufbau und Organisation stärkten Selbstorganisation, Problemlösefähigkeit und Kooperation. Die unmittelbare Sinnhaftigkeit der Aufgaben förderte Selbstwirksamkeit und motiviert zu aktivem, verantwortungsbewusstem Handeln. Solche authentischen Projekte unterstützen nachhaltig die überfachlichen Kompetenzen des Lehrplans 21.

 

Kontakt

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Rahel Schelb

CH-3814 Gsteigwiler

+41 77 426 17 79

schelbrahel@gmail.com

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